Linux – Vor- und Nachteile gegenüber anderen Betriebssystemen

In den letzten Jahren hat es sich zu einer ernsthaften Konkurrenz für den Überflieger Windows entwickelt: Linux. Was einst als von Computer – Freaks für Computer – Freaks entwickeltes, stark abgespecktes Unix – Derivat begann, ist heute die Alternative unter den PC Betriebssystemen.

Nicht zuletzt durch die ehrenamtliche Arbeit vieler Freiwilliger, die stetig gewachsene Benutzerfreundlichkeit und die kostenlose Verbreitung erfreut sich Linux eines Beliebtheitshochs. Doch trotz aller Vorteile ist Linux nicht für jedermann geeignet. Was sind sie also, die Vorteile von Linux gegenüber anderen Betriebssystemen?

Vorteile von Linux

Für alle Anwender, denen vor allem die Kostenseite wichtig ist, bietet Linux das Argument schlechthin: Es gibt unzählige Fassungen des Betriebssystems, die völlig kostenlos heruntergeladen und installiert werden können. Auch gängige Office – und Internet – Software ist umsonst erhältlich. So wird der Einstieg in das System enorm erleichtert. Auch die Hardwareanforderungen von Linux sind ein Faktor, der bei der Entscheidung, besonders bei Besitzern von älteren Systemen, eine große Rolle spielt. Während die immer neuen Fassungen des beliebten Windows – Betriebssystems mit jeder Version noch Hardwarehungriger zu werden scheinen, begnügt Linux sich oft auch mit 5 – 6 Jahre alten PCs. Mit den entsprechenden Kenntnissen kann das OS sogar auf noch älteren Maschinen benutzt werden. Allein diese beiden Vorteile sollten ausreichen, um Linux für eine Vielzahl von Menschen attraktiv zu machen. Dies ist allerdings nicht der Fall und da auch die Anzahl der Benutzer, trotz steigender Popularität, immer noch sehr überschaubar bleibt, ist Linux kein bevorzugtes Ziel von Hacker- und Virusangriffen und bietet so einen Sicherheitsvorsprung, den die weiter verbreiteten Betriebssysteme nicht für sich verbuchen können.

Nachteile von Linux

Die Entwicklung von Linux hat in den letzten zehn Jahren enorme Fortschritte gemacht und das System ist heute wesentlich Einsteigerfreundlicher, als jemals zuvor in seiner Geschichte. Es bleibt im Kern allerdings immer noch ein Betriebssystem für Computerprofis. Unzählige Details und Einstellungen am OS können nur über die Befehlszeile erledigt werden und auch das Installieren und Deinstallieren ist, anders als bei Windows, nicht immer durch einen Mausklick getan. Dazu kommt, dass viel Hardware, gerade solche in Notebooks, nicht immer 100% durch das System unterstützt wird und so funktionslos bleibt. Die weltweite Internet – Community kann hier zwar oft Abhilfe schaffen, der Aufwand für den Laien bleibt allerdings groß. Dies ist ein Thema, das die Verbreitung von Linux vor allem in Firmen behindert, in denen Menschen mit den verschiedensten PC – Kenntnissen arbeiten und die darauf angewiesen sind, dass sich alle Mitarbeiter in ihrem System so zurechtfinden, wie am heimischen PC. Auch ist das Fehlen einer Office – Lösung, die den gleichen Funktionsumfang wie jene von Microsoft besitzt und mit dieser 100% kompatibel ist ein Argument, das regelmäßig contra Linux angebracht wird.

Die Entscheidung liegt beim Benutzer

Die meisten der Linux Nutzer oder nicht – Nutzer sind sich in der Regel im Klaren über diese Einschränkungen bzw. Vorteile und haben sich bewusst entschieden. Viele benutzen auch zwei Betriebssysteme parallel, ist Linux doch die perfekte Möglichkeit, in die Jahre gekommene Hardware im Einsatz zu behalten, für weniger anspruchsvolle PC – Tätigkeiten.

Quelle des Fotos: knipsit – Fotolia

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